Diplomarbeit "Zwischen Himmel und Erde"
[DE/EN]
Julia Firmbach interessiert sich in ihrem künstlerischen Schaffen für die Vielschichtigkeit des alltäglichen Erlebens, das durch Wiederholung und Rhythmus geprägt ist. Wie oft kann sich plötzlich alles gewohnte ändern und eine 180 Grad Wendung nehmen, sodass nichts mehr scheint wie zuvor. Ein vertrauter Gegenstand wird Fremd, aus Freude wird Trauer, die zu groß ist, um sie zu erklären. Dies setzt sie in seriellen kleinsten Malereien, sowie Objekten und Installationen um und kreiert einen sensiblen Moment der Wahrnehmung. Dabei orientiert sie sich an persönlichen Gegenständen, wie die vererbten Teppiche ihres Großvaters, die sie mittels Bearbeitung abändert und in der malerischen Umsetzung ihre persönliche Wahrnehmung einfließen lässt. Es sind Anspielungen auf die Frage – was passiert nach dem Tod? – zu finden. Sie ermöglicht das Austreten aus dem alltäglichen Trott um für einen kurzen Moment einen Ort der Stille zu schaffen.
In her artistic work, Julia Firmbach is interested in the complexity of everyday experiences, which are characterised by repetition and rhythm. How often can everything familiar suddenly change and take a 180-degree turn, so that nothing seems the same anymore? A familiar object becomes foreign, joy turns to grief that is too great to explain. She translates this into a series of tiny paintings, objects and installations, creating a sensitive moment of perception. She draws on personal objects, such as her grandfather's inherited carpets, which she alters through processing and incorporates her personal perception into her painterly interpretation. There are allusions to the question – what happens after death? She enables us to escape the daily grind and create a place of silence for a brief moment.